Streit Mountain Wilderness Demo am Grünten

    • Streit Mountain Wilderness Demo am Grünten

      Am Samstag den 30. 11. 2019 will Mountain Wilderness Deutschland ein deutliches Zeichen gegen den geplanten Ausbau des Grünten setzen. In Rettenberg wollen wir auf die Zunahme des Verkehrslärms aufmerksam machen.

      Dazu werden wir Funklautsprecher an der Hauptstraße installieren. Mit Schallmessgeräten würden wir einen Pegel von 80 - 90 db (was dem Lärm einer vielbefahrenen Straße entspricht) auch sichtbar machen. Das soll nun verboten werden! (siehe Stellungnahme unten)

      Nach der knapp zweistündigen Aktion, bei der wir mit einem Infostand und Flyern natürlich auch die Passsanten ansprechen wollen, möchten wir noch auf den Grünten steigen und am frühen Nachmittag ein Peace-Zeichen aus Menschen bilden
      Treffpunkt ist 10 h in der Ortsmitte von Rettenberg. Wer noch auf den Gipfel mitkommt, braucht warme Kleidung. Der Auf- und Abstieg erfolgt wie immer eigenverantwortlich und ist nicht offizieller Teil der angemeldeten Kundgebung.

      Stellungnahme zur angekündigten Ablehnung unserer Lautsprecher-Aktion
      Es ist immer sehr befremdlich wenn man die Ablehnung einer angemeldeten Demonstration nicht von den Behörden, sondern aus den Medien erfährt. So machten uns Mitglieder der Initative „Rettet den Grünten“ am Samstag auf den Online-Artikel von allgaeu.life „Umwelt-Verein will mit Lautsprecher-Krach gegen Grünten-Ausbau protestieren“ aufmerksam.
      Darin heißt es bezüglich der geplanten Beschallung mit Lautsprechern: „Landrat Klotz Klotz kündigte am Freitag an, das per Auflage abzulehnen“.
      Während Herr Klotz am Freitag genug Zeit fand, sich gegenüber allgaeu.life über unsere Aktion zu echauffieren, hielt er es nicht für nötig Mountain Wilderness Deutschland e.V. über seine Entscheidung zu informieren.
      Wir sind über diese Vorgehensweise genauso verärgert wie überrascht. Denn bislang wies kein Vertreter des Landratsamtes darauf hin, dass es bezüglich der Lautstärke ein Problem geben könnte. Selbst bei einem Rückruf eines Mitarbeiters der Behörde der für Immisionsschutz zuständig ist, wurde nur nachgefragt ob die Lautsprecher in der Summe den angemeldeten Dezibel Wert nicht überschreiten.
      Wir bezweifeln, dass die Einschätzung der Juristin im Landratsamt „Insofern ist der Einsatz der Lautsprecher nicht mehr von der Versammlungsfreiheit gedeckt.“ haltbar ist. Schließlich sind diese ja das Mittel zum Zweck, die Belastung durch Verkehrslärm drastisch zum Ausdruck zu bringen. Wir werden das rechtlich prüfen lassen, um ggf. per Gerichtsbeschluss unser Recht auf Versammlungsfreiheit inklusive der damit verbundenen Demonstrationsmittel durchzusetzen.
      Die in dem Artikel geäußerte Bemerkung von Bürgermeister Kunz „die geplante Beschallung ohne Not und Zwang“ sei eine unzulässige Belastung für die Bürger“ ist zynisch, da es ja durch den Grünten Ausbau zu einer in unseren Augen unzulässigen Belastung der Bürger kommt.
      Ähnlich sieht das auch der bekannt Oberallgäuer Umweltschützer und Mountain Wilderness Mitglied Michael Finger: „Als Oberstdorfer mit 20.000 Autos 24/7 mit Tagesausflugsgästen kann ich ein Lied singen vom krankmachenden Lärm und Dreck. Wegen einer zeitlich begrenzten Demo von unnötigen Lärm und Schädigung an Bürgern zu sprechen ist Hohn und Selbstlüge. Oder wie wir im Allgäu sagen ´uifach bleed´.“
      Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Außer dass es zum Zweck einer objektiven Berichterstattung angebracht gewesen wäre, wenn allgaeu.life nicht nur die Meinung von Behördenvertreter sondern auch die unsere eingeholt hätte.
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