Alpinmagazin

#SALEWA3000 - 3 Dreitausender von Vittorio Messini

Im Rahmen der Aktion #SALEWA3000 stellen wir euch Lieblings-Dreitausender in Österreich von namhaften Bergführern vor. Vittorio Messini von der Vereinigung Bergführer Kals macht den Anfang mit einer Auswahl von leicht bis schwer.

#SALEWA3000

Mit SALEWA3000 startet die Südtiroler Bergsteigermarke in der ersten Jahreshälfte 2020 ein außergewöhnliches Projekt, bei dem jeder Bergsportler mitmachen kann: 784 Dreitausender gibt es in den österreichischen Alpen – und der Bergsportausrüster möchte mit Athleten, Partnern, Kollegen und allen, die Lust sowie die Fähigkeit haben dabei zu sein, jeden einzelnen dieser Gipfel besteigen.
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Luisenkopf (3207 m)

Am Ködnitzkees im Angesicht des Großglocknerszoom

#SALEWA3000 - Leichte Schihochtour im Angesicht seiner Majestät, den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner. Zudem geht man an der Stüdlhütte vorbei, die ab Anfang März offen ist und sich ideal für eine Rast anbietet.


  • Ausgangspunkt: Lucknerhaus in Kals am Großglockner
  • Route: Vom Lucknerhaus (1960m) folgt man der Forststraße bis zur Lucknerhütte. Nun geradeaus ins Ködnitztal weiter und etwas westlich des Sommerweges hinauf bis auf die sogenannten „Viehböden“ Nun nach links das flache Tälchen hinauf bis zur Fanetscharte, wo die Stüdlhütte (2801m) steht. Den steilen, meist abgeblasenen Hang hinauf zur sog. „Schere“ und über den flachen Gletscher bis zur Luisenscharte zurück. Nun je nach Schneelage mit oder ohne Ski auf den 3207 m hohen Gipfel. Abstieg wie Aufstieg.  
  • Höhenmeter: insgesamt: 1247 Hm, Dauer gesamt: 5-6 Stunden
  • Schwierigkeit: leicht

Mittlere Malhamspitze (3364 m)

Am Malhamkees, im Vordergrund die mittlere Malhamspitzezoom

#SALEWA3000 - Elegante Skihochtour mit optimalen Skigelände in der westlichen Venedigergruppe. Zudem lässt sich die Tour perfekt in die Skidurchquerung Hoch Tirol, bzw. in einem verlängerten Wochenende auf der Essener-Rostocker Hütte integrieren.

  • Ausgangspunkt: Ströden (Prägraten am Großvenediger)
  • Route: Von Ströden (1403 m) über den Sommerweg ins Maurertal hinein bis auf die Essener-Rostocker Hütte (2208 m). Am nächsten Tag talauswärts über flache Böden leicht abwärts bis zum Malhambach. Nun über kupiertes Gelände mit einigen steilen Hängen zum südlichen Malhamkees hinauf und über den flachen Gletscher bis kurz vor die mittlere Malhamspitze (3364 m), denn die letzen Meter werden zu Fuß überwunden. Die Abfahrt kann der Aufstiegsspur entlang gewählt werden, oder man fährt über eine steilere Gletscherflanke nach Westen Richtung Umbaltal ab und steigt wieder flach auf das Reggentörl (3056 m) auf, um dann ostseitig über imposante Firnhänge, unterhalb des Simonykeeses zur Essener-Rostocker Hütte zurückzukehren.    
  • Höhenmeter: Insgesamt: 2161 Hm, Dauer gesamt: 2 Tage   
  • Schwierigkeit: mittel

Hochschober (3242 m)

Im Aufstieg zum Hochschoberzoom

#SALEWA3000 - Anspruchsvolle und fordernde Skihochtour auf einen der höchsten Berge der Schobergruppe. Mit einem wildromantischen Start vorbei an der Lesachalm, in einem abgelegenen Tal. Mit seinen steilen Flanken, der Abgeschiedenheit, einem rassigen Gipfelgrat ab dem Skidepot, einem hohen Gipfel und unglaublichen Abfahrtsmetern bietet der Hochschober alles, was der anspruchsvolle Skitourengeher sucht. Zudem ist die Tour perfekt in eine Skidurchquerung integrierbar.

  • Ausgangspunkt: Oberlesach bei Kals am Großglockner.
  • Route: Von Oberlesach (1404 m) über die Forststraße zur Lesachalm hinein. Über die Brücke auf die andere Talseite wechseln und weiter über den immer enger werdenden Graben, der ins Ralftal hinein führt. Das Tal wird nun weiter und das Ziel immer besser ersichtlich. Bei den Ausläufen des Schoberkeeses, das vom Schobertörl hinunterzieht, biegt man nun links in den steilen Kessel unterhalb des Hochschobers ab. Immer steiler werdend erreicht man den Sattel zwischen kleinem Schober und Hochschober. Hier ist für nun für die meisten Skitourengeher das Schidepot. Man folgt dem Grat, anfangs etwas südseitig, immer steiler werdend hinauf (Stellen bis 2), bis man ganz ausgesetzt das Gipfelkreuz des 3240 m hohen Hochschobers erreicht. Für sehr gute Skifahrer bietet sich nun an, knapp unterhalb des Gipfels, bei einer kleinen Scharte die Ski anzuschnallen und in die bis knapp über 40° steile Nordflanke hineinzuqueren und anschließend einen 600 Hm langen Hang hinunterzufahren…! Dass dies nur bei sichersten Schneebedingungen machbar ist, versteht sich von selbst. Ansonsten folgt man mehr oder weniger der Abfahrtsspur zurück zum Ausgangspunkt.  
  • Höhenmeter: insgesamt: 1916 Hm, Dauer gesamt: 8-9 Stunden
  • Schwierigkeit: schwer

Über den Autor

Bergführer Vittorio Messini Kalszoom

Vitto ist ein gebürtiger Florentiner und wohnt seit seinem zehnten Lebensjahr in Osttirol. Durch seine Eltern kam er zum Berggehen und später durch die Freunde zum Klettern und Bergsteigen. Im Zuge seines Geologiestudiums konnte er die Ausbildung zum Berg- und Schiführer abschließen und ist seit 2011 darin hauptberuflich tätig, sei es beim ältesten Bergführerverein der Ostalpen, dem Kalser Berg- und Schiführerverein oder bei den Iceguides, der ersten Eiskletterschule Österreichs. Ob bei Eiskletterkursen, Führen von Skitouren, Klettern in den Dolomiten, als Ausbildner der Bergrettung Tirol - er kann seiner Leidenschaft nachgehen. Seit Herbst 2017 ist Vitto auch im Ausbildungsteam des österreichischen Berg & Schiführerverbandes.

Zusammen mit Matthias Wurzer, Silvester Wolsegger und dem Verein Bergsport Osttirol konnte er das Projekt „Eispark Osttirol“, Österreichs größten künstlichen Eisklettergarten, initiieren. Im Jänner 2017 veröffentlichte Vitto, zusammen mit Martin Glantschnig und Stefan Lieb den ersten „Eiskletterführer Osttirol und Oberkärnten“, mit über 250 Eis- und Mixedlinien! Seit dem Jahr 2018 ist er Mitglied im Athletenteam von Salewa. Im August 2019 erschien im Verlag Versante Sud die erste Auflage seines Alpin- Sportkletter- und Klettersteigführer von Osttirol. Vitto lebt in Kals am Großglockner mit seiner Frau und zwei Kinder.

Zur Webseite der Bergführer von Kals

Aktuelles aus dem Bergjournal

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