Alpinmagazin

#SALEWA3000 - 3 Dreitausender von Mathias Leo

Im Rahmen der Aktion #SALEWA3000 stellen wir euch Lieblings-Dreitausender in Österreich von namhaften Bergführern vor. Mathias Leo von der Bergsportschule „Kitzalps Guide“mit einer tollen Auswahl von leicht bis schwer.

#SALEWA3000

Mit SALEWA3000 startet die Südtiroler Bergsteigermarke in der ersten Jahreshälfte 2020 ein außergewöhnliches Projekt, bei dem jeder Bergsportler mitmachen kann: 784 Dreitausender gibt es in den österreichischen Alpen – und der Bergsportausrüster möchte mit Athleten, Partnern, Kollegen und allen, die Lust sowie die Fähigkeit haben dabei zu sein, jeden einzelnen dieser Gipfel besteigen.
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Fineilspitze (3516 m)

Fineilspitzezoom

#SALEWA3000 - Panoramareiche und relativ leicht erreichbare Tour, die je nach Verhältnissen meist über einfache ausgesetzte Kletterei über Schnee oder Fels zum Gipfel führt. Die Fineilspitze ist eines von mehreren Zielen der Venter Runde, welche zu den beliebtesten „Hautes Routes“ der Ostalpen zählt.


  • Ausgangspunkt: Vent im hintersten Ötztal
  • Route: Von Vent den Wanderweg, der über eine Hängebrücke führt, nach Rofen folgen. Von dort geht es weiter bis zur Materialseilbahn der Vernagthütte und weiter durch die eindrucksvolle Rofner Schlucht auf dem zuerst mäßig, dann steil ansteigenden Weg hinauf zum Hochjoch-Hospiz. Am nächsten Tag auf markiertem Wanderweg Richtung Seikogel, wo auf ca. 3000 m die Ausläufer des Hochjochferners beginnen. Nun Richtung Hauslabjoch, wobei man die nördlichen Ausläufer des Hauslabkogels links liegen lässt. Vor dem Joch nach Norden wenden und durch eine Einsattelung (Steinmänner) und über die Ostflanke zum Gipfel (bis I+).
    Abstieg wie Aufstieg oder über die Similaunhütte durch das Niedertal zurück nach Vent.  
  • Höhenmeter: insgesamt ca. 1650 Hm, Dauer: 2 Tage
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel

Mittlere Hintereisspitze (3450m)

Hintereisspitzezoom

#SALEWA3000 - Die mittlere Hintereisspitze (3450 m) in den Ötztaler Alpen ist eine leichte Hochtour, welche über den zweitgrößten Gletscher Österreichs – den Gepatschferner führt. Am Gipfel hat man einen wunderschönen Ausblick zur Weißkugel und anderen namenhaften Gipfeln der Ötztaler Alpen.

  • Ausgangspunkt: Vent im hintersten Ötztal
  • Route: Von Vent den Wanderweg, der über eine Hängebrücke führt, nach Rofen folgen. Von dort geht es weiter bis zur Materialseilbahn der Vernagthütte und weiter durch die eindrucksvolle Rofner Schlucht auf dem zuerst mäßig, dann steil ansteigenden Weg hinauf zum Hochjoch-Hospiz (Geheimtipp - Kaiserschmarrn probieren). Von dort geht es in steilen Serpentinen den Hang empor. Nach ca. 15 Minuten Gehzeit zweigt der Weg nach links ab (Deloretteweg), vorbei an der wildzerklüfteten Zunge des Kesselwandferners (bei Nässe heikel). Nun geht es über den Kesselwandferner (Achtung Spalten!) Richtung Brandenburger Haus (Übernachtungsmöglichkeit). Vom Brandenburger Haus in einem leichten Rechtsbogen zum westl. Firnsattel und von dort über den Bergschrund zum Gipfel. Abstieg wie Aufstieg.   
  • Höhenmeter: ca 1560 Hm (+ Hüttenzustieg ca. 100 Hm)
  • Schwierigkeit: leicht

Über die Mayerl-Rampe auf den Großglockner (3798 m)

Mayerl-Rampezoom

#SALEWA3000 - Anspruchsvolle und anstrengende Eistour auf den höchsten Berg Österreichs. Die Mayerlrampe ist der besterhaltene Eisanstieg in der Glockner Nordwand, trotzdem nur noch nach schneereichen Wintern zu empfehlen. Eine äußerst lohnende Tour und mit Sicherheit eine der schönsten im Ostalpenraum.

  • Ausgangspunkt: Franz Josefs-Höhe (Glocknerhochalpenstraße)
  • Route: Zustieg zur Biwakschachtel (ca. 3,5 Stunden): Von der Franz-Josefs-Höhe auf markiertem Weg später dann über Steigspuren zur Pasterze hinab. Auf dieser taleinwärts nach links queren und links am Kleinen Burgstall vorbei zur Biwakschachtel, die im Rahmen des Salewa3000 Projektes neu errichtet wird, aufsteigen. (Alternativ kann auch von Süden über die Facilides Rinne zugestiegen werden.) Von der Biwakschachtel in einem Linksbogen zu den Einstiegen der Nordwandrouten queren; die Mayerlrampe ist im rechten Wandteil. Nachdem der Bergschrund überwunden wurde, geht es ca. 200 Hm den Firnhang hinauf bis links eine enge Rampe abzweigt – der Beginn der eigentlichen Tour! Nun in ca. 5 Sl bis 70° in Richtung Nordwestgrat und von dort in teils luftiger Kletterei bis 3+ zum höchsten Punkt Österreichs.
    Der Abstieg erfolgt über den Glockner-Normalweg zur Erzherzog – Johann – Hütte. Von dort über das Hofmannskees und über den Hofmannsweg zurück auf die Pasterze mit anschließendem Gegenanstieg zurück zur Franz Josefs-Höhe.
  • Höhenmeter: gesamt ca. 1700 Hm + ca. 200 Hm Gegenanstieg zurück zur Franz -Josefs – Höhe
  • Dauer: im Regelfall 2 Tage  
  • Schwierigkeit: schwer

Über den Autor

Bergführer Vittorio Messini Kalszoom

Mathias kommt aus St. Johann in Tirol am Fuße des Wilden Kaisers, wo er durch diverse Jugendcamps des AV die Liebe zu den Bergen und dem Bergsport entdeckte. Schon in jungen Jahren zog es ihn an die hohen Wände ins Yosemite Valley oder nach Patagonien zum Klettern.
„Da ich diesen Sport nicht nur als solchen bezeichne, sondern vielmehr als eine Lebenseinstellung sehe, entschied ich mich 2010 zur Ausbildung zum Bergführer, ganz nach dem Motto: Das Hobby zum Beruf machen.“
2012 konnte er die Ausbildung zum staatl. gepr. Berg- und Skiführer abschließen und ist seitdem hauptberuflich mit seinen Gästen in jeglichen Disziplinen des Bergsports unterwegs.
„Nun kann ich auch andere Menschen in diese wunderbare Welt entführen und an der Faszination und Schönheit, die uns unsere Berge bieten, teilhaben lassen.“

Mathias ist staatl. gepr. Berg- und Skiführer, Bergretter, Mitglied der Lawinenkommission, Industriekletterer und seit 2017 Partner von Salewa. 2014 gründete Mathias mit seinem Kollegen Georg Weihs die Bergsportschule „Kitzalps Guide“ und ist Mitglied der Kitzbüheler Bergführer.

Zur Webseite der Kitzalps Guide

Aktuelles aus dem Bergjournal

  • Tour de Landkreis - Radltour

    Die weltbekannte Tour de France ist heuer, im Juli 2020, wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Als „kleine Alternative“ für hiesige Radsportfreunde haben der Journalist Martin Becker und der Fotograf Thomas Rychly eine Radlrunde durch den Landkreis München ausgetüftelt - mit 141 Kilometern Länge, aufgeteilt in sechs Etappen mit familienfreundlicher Länge (je 20 bis 30 km).

  • Weißer Germer

    Bergsteiger und Wanderer gehen am Weißen Germer meist schnell vorbei. Zerrupft und zerfetzt ist er keine Pflanze, bei der man bewundernd verweilt. Die verlassenen Almen und nassen Wiesen, auf denen er bevorzugt wächst, laden nicht zum Verweilen ein.

  • 111 Almen und Hütten in Oberbayern, die man gesehen haben muss

    Der Tourentipp-Autorin Asrtrid Süßmuth ist hier ein ganz besonders schönes Buch gelungen. Man spürt ihre Liebe zu den Bayerischen Bergen und so finden sich in diesem eben auch liebevoll und gründlich recherchiert und gestalteten Ratgeber viele Tipps zu Almen und Hütten, die man einfach als Perlen bezeichnen muss.

  • Biwak am Berg

    Egal, ob nur mit Isomatte und Schlafsack oder mit einem Leichtzelt - ein Biwak in freier Natur ist ein großes Erlebnis, insbesondere auf einem Alpengipfel. Aber Achtung, nicht immer und überall ist das Biwakieren erlaubt. Hier ein paar Tipp und Hinweise zur rechtlichen Situation.

  • #Salewa3000 - auf alle 3000er Österreichs

    Aktion verlängert - Mit SALEWA3000 startet die Südtiroler Bergsteigermarke ein außergewöhnliches Projekt, bei dem jeder Bergsportler mitmachen kann: 784 Dreitausender gibt es in den österreichischen Alpen – und der Bergsportausrüster möchte mit Athleten, Partnern, Kollegen und allen, die Lust sowie die Fähigkeit haben dabei zu sein, jeden einzelnen dieser Gipfel besteigen.

  • Alpen-Waldrebe (Clematis alpina)

    Während sie die meiste Zeit des Jahres über unauffällig an Büschen und Bäumen emporrankt, zieht die Alpen-Waldrebe zu ihrer Blütezeit mit ihren leuchtendvioletten Blütensternen viele bewundernde Blicke auf sich.

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Bild des Monats

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Moon riding high

Benutzer: picorito

Beschreibung: Über dem Tonalepass quittiert der Mond für heute seinen Dienst und macht Platz für einen neuen Sommertag im Nationalpark Adamello-Brenta.
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Sonnenuntergang in den Gardaseebergen

Benutzer: Schneefee

Beschreibung: Und immer wieder lockt der Süden. Und immer wieder hält er, was er verspricht. Auch im Süden des Gardasees findet man reizvolle Bergtouren in oft schon mediterran anmutender Natur.
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Verewigt im Herz und am Berg

Benutzer: Gipfelblume74

Beschreibung: Das Gipfelkreuz der Aiplspitz in den Bayerischen Voralpen bei einer ganz besonderen Wolkenstimmung.
Zum Touren-Bild des Monats...
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